Die Handlung: Ludoj 2024 – Olympische Spiele unter dem Mikroskop
„Agon" spielt vor dem Hintergrund der fiktiven Olympischen Spiele von Ludoj 2024 und begleitet drei Spitzensportlerinnen bei ihrer Vorbereitung und ihrem Wettkampf in den Disziplinen Rifle Shooting (Sportschießen), Fechten und Judo. Der Film untersucht, wie Höchstleistung im Sport durch politische, soziale und technologische Kräfte geprägt wird, und nutzt experimentelle visuelle Strategien, um die Grenzen zwischen Sport, Daten und Spektakel auszuloten.
Innerhalb dieser filmischen Erzählung werden die Athletinnen kontinuierlich durch ein hochentwickeltes Ökosystem von Sensortechnologien gemessen, beobachtet und aufgezeichnet. Die Akustische Kamera von gfai tech integriert sich nahtlos in diesen Kontext und verwandelt Schall in räumliche Daten – unsichtbare akustische Ebenen werden inspizierbar, vergleichbar und bewertbar.
Präzise Schallkartierung in kontrollierten Soundstages
Für Schlüsselszenen nutzte das Produktionsteam kontrollierte Tonstudios (Soundstages), um Aufnahmen frei von störenden Umgebungsgeräuschen zu ermöglichen. Die Akustische Kamera kartierte hier die Ausbreitung akustischer Energie mit höchster Präzision und machte Mikro-Ereignisse sichtbar, die normalerweise verborgen bleiben: Reibung zwischen Materialien, der Moment des Aufpralls, Zögern und Loslassen – jedes dieser Phänomene wird als messbares Muster erfasst, das die physische Performance der Darstellerinnen komplementiert.
Schützin mit Akustischem Signal Overlay 1
„Die Akustische Kamera macht das Unsichtbare sichtbar", erklärt Philip Höhna, Geschäftsführer von gfai tech GmbH. „Die Zusammenarbeit an ‚Agon' war eine einzigartige Gelegenheit, zu zeigen, wie unsere Technologie nicht nur Ingenieure und Forscher, sondern auch Filmemacher unterstützen kann, die die Zukunft von Sport und Datenvisualisierung erkunden. Indem wir Schall am Set visualisierten, half das Team den Kreativen, eine neue Dimension von Informationen über Bewegung, Timing und Impact zu erfassen – Erkenntnisse, die in traditionellen Produktions-Workflows normalerweise verborgen bleiben."
Von der Industrie zum Film: Technologietransfer als Kunstform
Die Akustische Kamera wurde ursprünglich von gfai tech als erstes kommerzielles System zur Lokalisierung und Visualisierung von Schallquellen entwickelt und wird weltweit in der Industrie-, Automobil- und Luft- und Raumfahrtentwicklung eingesetzt. In „Agon" demonstriert das System, wie fortschrittliche Messtechnologien aus Bereichen wie industrieller Diagnostik, Qualitätskontrolle und Strukturanalyse neue perzeptive und analytische Territorien eröffnen können, wenn sie auf filmisches Storytelling und menschliche Performance angewendet werden.
Entliehen aus ihrer etablierten Rolle in Wind-Tunnel-Tests, Akustikprüfständen und Fahrzeugentwicklung, erweitert die Akustische Kamera in „Agon" ihre Funktion – sie verliert diese nicht, sondern öffnet neue Perspektiven für Performance-Analyse, Vorbereitung und die Darstellung des menschlichen Körpers.
Internationale Festivalreise nach Venedig-Erfolg
Nach seinem Triumph in Venedig setzt „Agon" seine internationale Festivalreise fort. Der Film wird unter anderem im renommierten Programm „New Directors/New Films" im Film at Lincoln Center und im Museum of Modern Art (MoMA) in New York gezeigt.