Welche Fehler können beim Einsatz des HDR-Algorithmus auftreten?

Die folgenden Erklärungen basieren auf einem akustischen Foto, in dem fünf Quellen mit weißem Rauschen und den Schalldruckpegeln von 90 dB, 80 dB, 70 dB, 60 dB und 50 dB simuliert wurden. Unter Beachtung aller nachfolgenden Hinweise ergibt sich durch die korrekte Verwendung von HDR das in Abbildung 1 dargestellte akustische Foto. Für die grundlegende Funktionsweise von HDR siehe HDR-Algorithmus.

Da HDR ein auf TDBF basierender Algorithmus ist, sind für die Anwendung von HDR zunächst alle Richtlinien zu beachten, die bereits für die Erstellung einer korrekten Beamforming-Karte maßgeblich sind.

Grundlegende Parameter bei der Erstellung eines akustischen Fotos sind die Entfernung zwischen akustischer Kamera und Messobjekt ( = Fokus), die Anzahl der Pixel pro Längeneinheit ( = Auflösung) und der gewählte Bildbereich. Dies ist eine Besonderheit, welche sich aus der Arbeitsweise des HDR-Algorithmus ergibt: Es ist notwendig, dass alle relevanten Quellen im Bildfeld liegen. Andernfalls kann der Algorithmus diese nicht rekonstruieren und somit nicht korrekt vom Summensignal abziehen. Bemerkbar macht sich dies bei Quellen, die am Bildfeldrand zu liegen scheinen (Abbildung 4). Bei zusätzlich fehlerhafter Einstellung der übrigen Parameter wird die Zeitfunktion des Quellsignals falsch berechnet und damit erstellt der HDR-Algorithmus eine falsche Clean Map. Die Abbildungen 2, 3 und 4 zeigen Clean Maps, in denen Fokus, Auflösung und Bildbereich falsch eingestellt worden sind. Es sind deutliche Abweichungen zur korrekten Karte in Abbildung 1 zu erkennen.

Besuchen Sie auch die Website der von der GFaI e. V. veranstalteten Berliner Beamforming-Konferenz http://www.bebec.eu.